Der erste Eindruck, den die Malerei von Clemens Lehmann hinterlässt, ist die Sinnlichkeit der Farben und Formen seiner eigenen Interpretation der Gegenständlichkeit. Seine sehr persönliche Bildsprache verleiht seinem Schaffen Intensität und Lebendigkeit. Sie entstehen mit unterschiedlichen Materialien und Techniken und sind thematisch breit gestreut. Die kraftvolle und ausdrucksstarke Malweise entspricht seiner eigenen Wahrnehmung der Vielfalt der Natur. In ihr findet er die Kraft und die Schönheit, die ihn beim Schaffen seiner Werke inspirieren.
Bruno Wirz, Zürich
Clemens G. Lehmann 30.04.1947
Nach dem Besuch einiger Semester Kunstgewerbeschule in Zürich, Ausbildung in der Galerie A. Grossenbacher am Predigerplatz in Zürich lebte ich längere Zeit in Frankreich, wo ich mit meiner Frau eine eigene Galerie in Saint Amour eröffnete.
Wohne jetzt in Süddeutschland. Meine Werke entstehen in meinem Atelier in Gibswil.
Emil Nolde, der prominente norddeutsche Expressionist, postulierte einst: «Je weiter man sich von der Natur entfernt und dennoch natürlich bleibt, umso grösser ist die Kunst» Dieses Bonmot könnte auch Schaffensdevise von Clemens Lehmann sein. Er kultiviert eine höchst poetische ungegenständliche Malerei. Die vorwiegend in aufgelichtetem Kolorit komponierten Bilder sind von bemerkenswertem malerischem Reiz. Dabei belegt nicht zuletzt ein wohlgeordneter, ja ausgeklügelter Bildaufbau, die handwerkliche Souveränität des Malers.